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Hohes Cholesterin: Müssen Sie jetzt auf Butter und Eier verzichten? Ein Blick hinter die Mythen

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Vielleicht kennen Sie diesen Moment: Sie kommen gerade von Ihrem Hausarzt, die Ergebnisse der letzten Blutuntersuchung in der Hand. Der Arzt runzelt die Stirn und sagt diesen einen Satz, der sofort Stress auslöst: "Ihre Cholesterinwerte sind zu hoch. Sie müssen auf Ihre Ernährung achten."

Plötzlich stehen Sie vor dem Kühlregal und fühlen sich unsicher. Ist das Frühstücksei am Wochenende jetzt gestrichen? Ist Butter Gift? Und bedeutet eine herzgesunde Ernährung, dass ab sofort jeder Genuss verboten ist?

Atmen Sie erst einmal tief durch. Als Experten für Ernährungspsychologie und Ökotrophologie bei VerumVita® erleben wir diese Verunsicherung täglich in unserer Praxis. Die gute Nachricht vorweg: Hohes Cholesterin bedeutet nicht das Ende von Genuss. Es ist vielmehr eine Einladung Ihres Körpers, genauer hinzuschauen – nicht nur auf das, was auf dem Teller liegt, sondern auch darauf, was Sie innerlich bewegt.

In diesem Artikel räumen wir mit veralteten Mythen auf, erklären Ihnen verständlich, was in Ihren Gefäßen passiert, und zeigen Ihnen, warum wir hier in Hannover einen ganzheitlichen Weg gehen, der weit über das bloße Zählen von Fettaugen hinausgeht.


Mythos Nr. 1: Das Frühstücksei ist der Feind

Lange Zeit hielt sich hartnäckig die Annahme: Wer viel Cholesterin isst, bekommt hohes Cholesterin im Blut. Deshalb wurden Eier und Butter jahrelang verteufelt. Doch die moderne Ernährungswissenschaft (und auch die DGE) weiß es heute besser.

Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk. Er produziert den Großteil des benötigten Cholesterins selbst in der Leber, denn Cholesterin ist per se nichts Schlechtes – es ist ein lebenswichtiger Baustein für unsere Zellwände, Hormone und Vitamin D. Das Cholesterin in der Nahrung beeinflusst den Cholesterinspiegel im Blut bei den meisten Menschen weitaus weniger, als früher angenommen.

Viel entscheidender als das Cholesterin im Ei ist die Art der Fette, die Sie insgesamt zu sich nehmen. Wenn Sie das Ei mit reichlich Speck braten und dazu Weißbrot mit dicker Wurst essen, ist nicht das Ei das Problem, sondern die geballte Ladung an gesättigten Fettsäuren und der Mangel an Ballaststoffen.


Was sind LDL und HDL? (Ganz ohne Fachchinesisch)

Wenn Ärzte von Cholesterin sprechen, fallen oft die Kürzel LDL und HDL. Man kann sich das wie einen Logistik-Prozess auf den Straßen von Hannover vorstellen:

  • LDL (Low Density Lipoprotein): Das ist der "Lieferwagen". Er transportiert das Cholesterin von der Leber zu den Zellen, wo es gebraucht wird. Sind jedoch zu viele Lieferwagen unterwegs und die Zellen nehmen nichts mehr an, parken diese Wagen quasi in den Gefäßen (Ablagerungen). Das nennen wir umgangssprachlich das "schlechte" Cholesterin.
  • HDL (High Density Lipoprotein): Wurde im Studium auch ‚Hab-dich-lieb’-Cholesterin genannt, als Eselsbrücke. Das HDL-Cholesterin ist der „Abschleppdienst". Es sammelt überschüssiges (LDL-)Cholesterin in den Gefäßen ein und bringt es zurück zur Leber, wo es abgebaut wird. Das ist das "gute" Cholesterin.

Unser Ziel in der Ernährungstherapie ist also nicht, Fett komplett zu streichen, sondern den Abschleppdienst (HDL) zu stärken und die Lieferwagen (LDL) nicht zu überladen.


Der psychologische Blick: Warum wir essen, was wir essen

Hier bei VerumVita® unterscheidet uns eine Sache oft von klassischen Diätberatungen: Wir wissen, dass Wissen allein oft nicht reicht. Sie wissen vermutlich, dass ein Apfel gesünder ist als eine Tafel Schokolade. Warum greifen wir nach einem stressigen Arbeitstag trotzdem zur Schokolade oder zur fettigen Salami-Pizza?

Fett ist ein Geschmacksträger – und oft ein Tröster für die Seele.

Viele unserer Klienten nutzen fettreiche Speisen unbewusst als "Comfort Food". Fettiges Essen signalisiert dem Gehirn Sicherheit und Sättigung, ein Urinstinkt. Wenn Sie sich also vornehmen, "ab morgen nur noch Salat" zu essen, kämpfen Sie oft gegen ein emotionales Bedürfnis an.

In unserer Beratung schauen wir hinter die Kulissen:

  • Wann essen Sie besonders fettreich?
  • Ist es Hunger, Stress oder emotionales Essen?
  • Brauchen Sie vielleicht gerade gar keine Kalorien, sondern eine Pause, Anerkennung oder Trost?

Wir streichen Fett nicht einfach. Das würde nur zu Heißhunger und Frust führen. Stattdessen schauen wir, welches Bedürfnis hinter dem Essen steckt. Oft ist der erste Schritt zur Besserung der Blutwerte nicht der Verzicht auf Butter, sondern das Erlernen von Stressmanagement und Selbstfürsorge. Mehr dazu in unserem Manifest 2026.


Die Lösung: Mehr hinzufügen, statt nur wegzunehmen

Ein strikter Verzicht führt langfristig selten zum Ziel. Viel effektiver und psychologisch angenehmer ist die Strategie des "Hinzufügens". Konzentrieren wir uns auf die Lebensmittel, die aktiv helfen, Ihre Werte zu verbessern.

1. Pflanzenkraft statt Tierfett

Versuchen Sie, tierische Fette (Wurst, Sahne, fettes Fleisch) öfter durch hochwertige pflanzliche Fette zu ersetzen. Olivenöl, Rapsöl, Nüsse und Avocado enthalten ungesättigte Fettsäuren, die sich positiv auf Ihr Lipidprofil auswirken.

Tipp für den Alltag: Ob Sie nun in der Markthalle Hannover frisches Gemüse kaufen oder im Supermarkt um die Ecke stehen – greifen Sie öfter zu Leinsamen oder Walnüssen als Topping für den Salat. Das schmeckt und schützt die Gefäße.

2. Ballaststoffe sind die wahren Helden

Ballaststoffe, besonders aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Obst und Gemüse, haben eine faszinierende Eigenschaft: Sie können Gallensäuren im Darm binden, die aus Cholesterin bestehen, und diese ausscheiden. Der Körper muss dann neues Cholesterin verbrauchen, um Gallensäure nachzubilden – der Spiegel im Blut sinkt.

Hafer: Ein echtes Superfood. Das enthaltene Beta-Glucan senkt nachweislich den Cholesterinspiegel. Ein Porridge am Morgen ist oft wirksamer als der Verzicht auf das Ei am Sonntag.

3. Omega-3-Fettsäuren

Diese Fettsäuren wirken entzündungshemmend und schützen das Herz. Sie finden sie in fettem Seefisch (Lachs, Makrele, Hering) oder in Algenöl und Leinöl.

Genuss ist dabei ausdrücklich erlaubt! Eine Ernährungsumstellung, die nicht schmeckt, wird nicht durchgehalten. Entwickeln Sie Rezepte, die in Ihren Alltag passen – egal ob Sie für eine Großfamilie kochen oder viel unterwegs sind. Mehr Anregungen finden Sie auch in unserem Artikel zu Diabetes Typ 2.


Zusammenarbeit mit Ihrem Arzt: Statine reduzieren?

Oft verschreiben Ärzte bei hohen Werten Statine (Cholesterinsenker). Diese Medikamente haben ihre Berechtigung und sind in vielen Fällen lebensrettend. Doch viele Patienten wünschen sich, die Dosis zu reduzieren oder ganz ohne Medikamente auszukommen.

Hier kommt die professionelle Ernährungstherapie ins Spiel. In enger Abstimmung mit Hausärzten und Diabetologen im Großraum Hannover begleiten wir Sie auf diesem Weg. Studien zeigen, dass eine gezielte Ernährungsumstellung die LDL-Werte signifikant senken kann.

Es ist ein Zusammenspiel: Die Medizin liefert die Sicherheit, wir liefern die Werkzeuge für den Alltag. Wir prüfen Ihre Laborwerte, analysieren Ihr Ernährungsprotokoll und erarbeiten bei Bedarf mit Ihnen auf Augenhöhe einen Plan, der realistisch ist. Unser Ziel ist es, Sie zu ermächtigen, Ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen.


Fazit: Keine Angst vor dem Cholesterin

Die Diagnose "hohes Cholesterin" ist ein Weckruf, aber kein Grund zur Panik. Es geht nicht darum, asketisch zu leben und auf alles zu verzichten, was schmeckt. Es geht darum, die Balance wiederzufinden – auf dem Teller und im Kopf.

Bei VerumVita® verbinden wir das Wissen der Ökotrophologie mit der Tiefe der Ernährungspsychologie. Wir verstehen, dass Essen mehr ist als Nährstoffaufnahme. Wir sitzen nicht im Elfenbeinturm, sondern mitten im Leben – genau wie unsere Praxis. Zentral gelegen in der Karmarschstraße in Hannover-Mitte, sind wir sowohl mit der Üstra als auch dem Auto bestens für Patienten aus der gesamten Region erreichbar.

Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie wir Ihre Werte verbessern können, ohne dass Sie die Freude am Essen verlieren.

Möchten Sie Ihre Herzgesundheit aktiv angehen? Vereinbaren Sie Ihren Termin in unserer Praxis im Herzen von Hannover.


VerumVita® Praxis für Ernährungstherapie & Ernährungspsychologie
Karmarschstraße 46, 30159 Hannover


Über den Autor

Julian Jaschinger ist Ökotrophologe (B.Sc.), Ernährungstherapeut und besitzt ein Hochschulzertifikat in Ernährungspsychologie. Seine Praxis befindet sich am "Bauch von Hannover" (Markthalle). Seit der Gründung 2017 verbindet sein Ansatz wissenschaftliche Ernährungstherapie mit psychologischen und philosophischen Prinzipien für ein gesundes Verhältnis zu Nahrung und Körper. Weitere Informationen unter verumvita.de.


Medizinischer Hinweis

Disclaimer: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei hohen Cholesterinwerten ist eine ärztliche Begleitung unerlässlich. Besprechen Sie Ernährungsumstellungen immer mit Ihrem behandelnden Arzt oder Kardiologen. Die hier dargestellten Ansichten spiegeln die fachliche Meinung des Autors wider und basieren auf dem aktuellen Stand der Ernährungswissenschaft.

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