„Das einzige, was im Leben wirklich zählt, sind die Beziehungen zu anderen Menschen.“
- George Vaillant -
Das einzige, was im Leben wirklich zählt...
... sind die Beziehungen zu anderen Menschen.
Der Leiter der sogenannten Harvard-Grant-Studie, George Vaillant, fasste mit diesen Worten die bisherigen Ergebnisse einer 75-jährigen, prospektiven Studie zusammen. Es ist eine der längsten und umfassendsten Studien der Welt. Hier gibt´s den Link zum Ted-Talk von 2016.
Der Großteil der jungen Menschen glaubt laut Vaillant, dass Geld, Berühmtheit oder Karriereerfolg die Schlüssel zu einem erfüllten Leben seien. Doch die Daten zeigen etwas ganz anderes.
Was macht uns wirklich glücklich und gesund?
In Armut zu leben, macht unglücklich und krank – das ist unbestritten. Aber ab einem bestimmten Einkommensniveau, das die Grundbedürfnisse und etwas Teilhabe sichert, macht mehr Geld uns nicht glücklicher ("Easterlin-Paradox").
Um die wahren Faktoren für ein langes, glückliches Leben herauszufinden, benötigten die Forscher*innen der Harvard-Studie über 75 Jahre. Die Studie begleitete zwei Gruppen von Männern: Studenten aus elitären Harvard-Kreisen und Jungen aus den ärmsten Vierteln Bostons. Wovon hing es ab, wer mit 80 Jahren noch gesund und glücklich war?
- Geld? Nein.
- Cholesterinwerte? Kaum.
- IQ? Nein.
Die stärkste Vorhersagekraft für ein gesundes Altern war die Zufriedenheit in ihren Beziehungen im Alter von 50 Jahren.
„Menschen, die gute Beziehungen mit ihren Mitmenschen pflegen, sind gesünder und glücklicher!“
Der Faktor "Gemeinschaft" (Blue Zones)
Dieses Ergebnis deckt sich mit den Erkenntnissen aus den sogenannten Blue Zones – jenen Orten auf der Welt, wo Menschen überdurchschnittlich oft über 100 Jahre alt werden (z.B. Okinawa/Japan oder Sardinien/Italien). Neben Ernährung und Bewegung haben diese Regionen eines gemeinsam: Ein starkes soziales Gefüge. Man isst zusammen, man lebt zusammen, man achtet aufeinander. Einsamkeit hingegen ist für unseren Körper purer Stress und erhöht das Krankheitsrisiko (vergleichbar mit Rauchen oder starkem Übergewicht).
Was bedeutet das für uns?
George Vaillant gibt uns im oben verlinkten Ted-Talk ein paar Ideen mit auf den Weg. Wir könnten:
- Statt vor Bildschirmen zu hängen, echte Freunde treffen.
- Alte Freundschaften aktiv wieder aufleben lassen – ein Anruf genügt oft.
- Einen Streit mit einem Familienmitglied beilegen, bevor es zu spät ist.
- In einer Partnerschaft neue, gemeinsame Erfahrungen sammeln, statt nur nebeneinander her zu leben.
- Gemeinsam essen: Tischgemeinschaften sind uralte Orte der Bindung. Nutze Mahlzeiten als soziale Zeit, nicht als reine Nahrungsaufnahme.
Die Möglichkeiten sind unendlich. Denn unserer Kreativität sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Wichtig ist lediglich, dass wir unser Leben nach unseren Werten gestalten und Bindungen Priorität geben. Und hierfür gibt es laut der Harvard-Studie nur eine Regel:
"Das einzige, was im Leben wirklich zählt, sind die Beziehungen zu anderen Menschen!"
Nachdem Du das hier gelesen hast, möchtest Du vielleicht zukünftig stärker in deine eigenen sozialen Beziehungen investieren. Wenn ja, auf welche Art und Weise hast Du vor das zu tun?
