Was macht ein Ernährungsberater?

Was ist die Aufgabe von einem Ernährungsberater?

Zum Ernährungsberater zu gehen, ist für viele Deutsche genauso abwegig wie einen Psychologen aufzusuchen. Noch. Viele Menschen, die nie bei einem Psychologen waren, haben ein falsches Bild davon, wie eine Therapie abläuft. Sie glauben, dass die Rolle eines Psychologen die ist, ihren Klienten zu erzählen wie diese ihr Leben zu führen haben. Das Gegenteil ist der Fall. Ein guter Psychologe hört in erster Linie zu und versucht zu verstehen, wie Du dein Leben führst. Ein guter Ernährungsberater tut genau das: Zuhören, verstehen und mit dir gemeinsam Strategien entwickeln.

Ernährungswissenschaft im Wandel

Als die deutsche Gesellschaft für Ernährung(DGE) am 4.11.1953 gegründet wurde, war die primäre Aufgabe der Ernährungswissenschaft, „die Sicherstellung ausreichender Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln“. Innerhalb der letzen 65 Jahre hat sich dieser Fokus komplett verschoben. Heute geht es hauptsächlich darum, die sich ausbreitende Pandemie von Adipositas und Diabetes einzudämmen. Und dabei eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen zu gewährleisten.

Ernährungsberatung: Paradigmen im Wandel

Das 20. und 21. Jahrhundert waren generell, insbesondere in Europa und Amerika, vom Gedanken des Rationalismus geprägt. Unsere Wissenschaft und Wirtschaft ging bis vor kurzer Zeit davon aus, dass die fundamentalen Probleme unserer Zeit durch rationale Entscheidungsfindung gelöst werden könnten. Das betraf natürlich auch die ersten Generationen von Ernährungsberatern und -beraterinnen. Die Ernährungskommunikation wurde auf rationaler Ebene geführt. Es wurden Lebensmittel-Listen und Ernährungspläne verteilt und kluge Ratschläge gegeben. Dann wunderten sich die Ernährungsberater, warum ihre Klienten nicht mitspielten.

Ernährungsberatung heute

Die Paradigmen wandeln sich. Und zwar auf allen Fachgebieten. Die Wissenschaft erkennt als institutioneller Vorreiter zunehmend an, dass wir Menschen nicht so rational handeln wie wir glauben. Weil wir von Emotionen gesteuert werden. Also von biochemischen Prozessen in unseren Gehirnen. Der Großteil dieser Prozesse läuft unterbewusst ab. Deswegen können wir unsere Gelüste nicht einfach „wegdisziplinieren“. Deswegen dreht sich die qualifizierte Ernährungsberatung von heute um wissenschaftliche Erkenntnisse aus Ernährungswissenschaft, Psychologie, Neurowissenschaften und Soziologie. 

Neue Aufgaben der Ernährungsberatung

Die ursprüngliche Aufgabe der Ernährungsberatung war die Informationsübertragung von Ernährungsberater auf Klient. Aber Informationen bekommt man heute überall. Ernährungspläne werden einem im Internet hinterhergeworfen. Die heutigen Aufgaben eines Ernährungsberaters sind deutlich komplexer geworden. Wir müssen zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fake News unterscheiden können, also up-to-Date sein. Wir müssen gut zuhören um unseren Gegenüber zu verstehen. Deshalb muss ein guter Ernährungsberater Verständnis nicht nur zeigen, sondern in sich tragen. Er muss Vor- und Nachsorge betreiben.

Kurzgesagt: Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe! 

Ernährungsberatung und Selbsterkenntnis 

Um ein guter Ernährungsberater zu sein, ist es entscheidend sich einfühlen zu können. Nur durch empathisches Zuhören können wir das Verständnis aufbringen, das von unseren Mitmenschen benötigt wird. Um andere Menschen verstehen zu können, müssen wir uns selbst verstehen und jeden Tag besser kennenlernen. Wir müssen unsere Stärken und unsere Abgründe kennen und den Schmerz des Daseins ertragen lernen. Deswegen sind Selbstreflexion/ Meditation und kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung notwendig. Außerdem betreffen diese Maxime nicht nur Ernährungsberater.

Jetzt über die Angebote von VerumVita® informieren: https://www.verumvita.de/preise/

Lädt…

Privacy Policy Settings