Versteckter Zucker

Die Empfehlungen zur Zufuhr von freiem Zucker* beträgt je nachdem, ob man von der WHO- oder DGE-Position ausgeht, zwischen 5-10% der Gesamtenergiezufuhr. Die Gründe für diese empfohlene Begrenzung sind vielfältig, Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 und Karies drohen den sündigen Schleckermäulern. Das Problem mit diesen Erkrankungen, insbesondere der drei Erstgenannten, sind durch das Phänomen “versteckter Zucker” in den letzten Jahren sehr akut geworden. 

Versteckter Zucker

Versteckter, industriell hergestellter Zucker ist mittlerweile in so vielen Lebensmitteln enthalten, dass es schwer ist ihn überhaupt zu erkennen. Und das sogar, wenn man die Zutatenliste aufmerksam studiert. Ich werde im heutigen Blogbeitrag ein wenig Licht ins Dunkel bringen und dir zeigen wie Du versteckten Zucker besser erkennen und vermeiden kannst.

Versteckter Zucker hat keinen Namen

Oder sehr viele verschiedene. Zucker und sehr zuckerreiche Verbindungen werden auf den Zutatenlisten unserer alltäglichen Lebensmittel mit ca. 20 unterschiedlichen Bezeichnungen aufgeführt. Dass jede Bezeichnung für Zucker als eigener Punkt in der Zutatenliste gewertet wird und diese nach prozentualem Anteil sortiert wird, hat zur Folge, dass es ziemlich leicht ist den wahren Zuckergehalt zu verschleiern.

Man könnte statt von verstecktem-, auch von verschleiertem Zucker sprechen.

Da unsere Lebensmittelindustrie allerdings von höheren Werten und Idealen geleitet wird, müssen wir uns da natürlich keine Sorgen machen…(Hahaha, kleiner Scherz am Rande).

Na gut, versteckter Zucker hat doch ein paar Namen

  • Saccharose
  • Dextrose
  • Raffinose
  • Glukose
  • Fruktosesirup
  • Fruktose-Glukose-Sirup
  • Glukosesirup,
  • Glukose-Fructose-Sirup
  • Stärkesirup
  • Karamellsirup
  • Laktose
  • Maltose
  • Malzextrakt
  • Maltodextrin
  • Dextrin
  • Weizendextrin
  • Süßmolkenpulver
  • Gerstenmalz
  • Gerstenmalzextrakt

(Quelle: https://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/zucker-hat-viele-namen)

Versteckter Zucker – bei diesen Produkten ist Vorsicht geboten

Eine exakte Übersicht über alle Produkte mit verstecktem Zucker zu erstellen, scheint mir aufgrund der überdimensionalen Auswahl unmöglich. Ich habe daher eine Übersicht der besonders betroffenen Produktgruppen erstellt, die Du zur Orientierung nutzen kannst:

  • Joghurt, Milch und Milchprodukte mit Geschmack
  • Gesüßte Getränke
  • Mikrowellenfertiggerichte
  • Fertigverpackte Salate
  • Getrocknete Früchte
  • Instantgetränkepulver( z.B. Eiskaffeepulver etc.)
  • Dressings und Saucen
  • Müsli und Frühstücksflocken
  • fettreduzierte Produkte(z.B. Wurst und Käse)

Versteckter Zucker verlangt nach mündigen Verbrauchern

Ich glaube, dass der Bedarf an Mündigkeit in der Spätmoderne höher ist als in der Aufklärung selbst. Wenn Du die Übersicht im Dschungel der pseudowissenschaftlichen Ernährungs-Marketing-Empfehlungen behalten oder wiedererlangen möchtest, musst Du zum mündigen Verbraucher werden, der die angeblichen „Wahrheiten“ der Lebensmittelindustrie hinterfragt und seine eigenen Schlüsse zieht, ohne die wissenschaftliche Evidenz komplett zu negieren.

*freier Zucker: Unter “freiem Zucker” werden dabei Monosaccharide (wie Glucose und Fructose) und Disaccharide (wie Saccharose oder Haushaltszucker) verstanden, die Lebensmitteln vom Hersteller, Koch oder Konsumenten zugesetzt werden, sowie von Natur aus in Honig, Sirup, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten enthaltene Zucker. Die WHO-Richtlinie bezieht sich nicht auf natürlicherweise in frischem Obst und Gemüse sowie Milch enthaltene Zucker, da es für ihre Zufuhr keine Hinweise auf nachteilige Gesundheitswirkungen gibt.( Quelle: https://www.dge.de/fileadmin/public/doc/ws/position/DGE-Position-WHO-Richtlinie-Zucker.pdf)

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