Think global, act local 

Ursprünglich sollte der Blogbeitrag von VerumVita® in dieser Woche über Möglichkeiten gehen, deine Klimabilanz im Alltag zu reduzieren. Da genau solch ein Artikel allerdings kürzlich von Utopia herausgebracht wurde, haben wir uns umentschieden( Link im Artikel). Unser Thema heute: Denke global, handle lokal. Im heutigen Blogbeitrag hast Du die Gelegenheit mit uns zusammen die Themen Konsum, Nachhaltigkeit und Gesundheit aus einer etwas anderen Perspektive zu betrachten. Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit und viel Spaß beim Lesen 🙂

Denke global, handle lokal 

Unsere Welt vernetzt sich immer stärker. Dadurch wirkt sie zunehmend komplexer und unübersichtlicher. Aus Biotechnologie und Medizin, Informationstechnologie und Internet gelangen tagtäglich so viele Veränderungen an uns heran, dass unser menschliches Gehirn überfordert wird. Evolutionär reagieren wir auf diese Überforderung mit Angst. Viele von uns versuchen sich von der gefährlich wirkenden Welt abzuschotten. Auf der Suche nach vermeintlicher Sicherheit bekommen Familien wieder eine wichtigere Funktion. Junge Menschen verkriechen sich vielfach vor ihre Spielkonsolen und nationalistische Politiker bekommen in ganz Europa und Amerika Zulauf. Können wir auch den entgegen gesetzten Weg gehen und uns der Welt und unseren Mitmenschen öffnen? Können wir es schaffen global zu denken und gleichzeitig unser Bedürfnis nach Sicherheit zu befriedigen? 

Global denken

Wenn ich die Parteiprogramme der nationalistischen Parteien anschaue, frage ich mich, wie diese die Herausforderungen der Zukunft meistern wollen. Unsere Ökologie, Ökonomie und Wissenschaft ist global so stark vernetzt, dass es unmöglich sein wird, die Zuständigkeit für diese Bereiche wieder auf territoriale Staatsgebiete zu begrenzen. Wir können gar nicht anders als diesen Fakt anzuerkennen. Wir sind eine globale Weltgemeinschaft. Das Internet und die Fortschritte in der Mobilität haben uns alle verbunden. Es gibt kein „Wir und die Anderen“. Wir sind alle Menschen und unsere Grundbedürfnisse sind überall auf der Welt die selben.

Global gesehen sind wir gleich 

Egal ob Chinesin, Amerikaner oder Deutsche. Wir alle haben bestimmte Bedürfnisse. Essen und Trinken. Ein Dach über dem Kopf. Ausreichend Schlaf. Wenn wir Menschen reicher werden, können wir unsere Grundbedürfnisse zunehmend befriedigen. Aber wir fühlen deswegen nicht unbedingt glücklicher. Dann fragen wir uns, was wir sonst noch brauchen könnten um unser Glück zu maximieren. Da Geld und Materielles uns bislang geholfen haben unsere Lebensqualität zu erhöhen, gehen wir automatisch davon aus, dass noch mehr Einkommen und Konsum unsere Lebensqualität noch weiter verbessern. Und die Werbeindustrie ist im Laufe der letzten Jahrzehnte immer besser darin geworden, uns diese schnellen Lösungen schmackhaft zu machen.

Der Zusammenhang von global und lokal 

Global können wir nur grob verstehen, wie die Angelegenheit unserer Welt miteinander verknüpft sind. Unsere Gehirne reichen einfach nicht aus um eine wirkliche Übersicht zu bekommen. Doch kein Grund zur Sorge. Die Globalisierung kann nur oberflächliche Lösungen für unsere Lebensqualität liefern. Letztendlich sind wir Menschen Primaten. Wir haben in weiten Teilen ein Affengehirn. Ob es uns nun gefällt oder nicht. Und Affen leben im Gegensatz zu Tigern oder Computern in sozialen Gruppen zusammen. Die Biochemie unseres Gehirns belohnt positives/ soziales Gruppenverhalten und bestraft negatives/ asoziales/ egoistisches Verhalten. Denn nur in der Gruppe konnte sich der Homo Sapiens gegen viel stärkere und schnellere Konkurrenten durchsetzen. Wir sind intelligent, doch das alleine reicht nicht aus. Um uns weiterzuentwickeln und unser Überleben zu sichern, verknüpfen wir unsere Gehirne mit denen unserer sozialen Gruppe. Dafür nutzen wir eine komplexe Kommunikation. Das ist unsere Überlebensstrategie. Und sie hat bis heute hervorragend funktioniert.

Die Herausforderung ist global, die Lösung lokal 

Die Globalisierung ermöglicht uns Zugang zu materiellem Wohlstand, weitreichender Vernetzung und unfassbarer Mobilität. Aber nur eine zunehmende „Lokalisierung“ kann uns zu glücklichen Menschen(affen) machen. Denn soziale Interaktionen von Primaten laufen nicht über online geführte Gespräche ab. Nicht über E-Mails oder Whattsapp. Und auch nicht über Videotelefonie oder Onlinespiele. Soziale Interaktionen von Primaten haben mit direktem Austausch und physischem Kontakt zu tun. Wir brauchen den direkten Kontakt zu unseren Mitmenschen in unserer direkten Umgebung. Anders geht es nicht. Um nicht nur ein konsumreiches-, sondern ein an Lebensqualität reiches Leben zu führen, können wir uns in unserem Handeln rück besinnen. Wir können soziale Gemeinschaften stärken und unseren individuellen Konsum reduzieren. Das führt zu Nachhaltigkeit. Gemeinsame Zubereitung von Speisen und das Essen in sozialen Gruppen stellt hierfür einen guter Anfang dar. 

Zum Artikel von Utopia: https://utopia.de/galerien/klimaschutz-tipps/#1

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