Social-Media-Diät

Social-Media-Diät

Social Media, also Facebook, Instagram, Twitter, YouTube etc. sind in seit ihrer Entstehung vor wenigen Jahren, allgegenwärtig geworden. Für mich als 28-jährigen fühlt sich ein Leben ohne Social Media wie ein verschwommener Traum aus einem anderen Leben an. Dabei bin ich einen Großteil meines Lebens komplett ohne Facebook, YouTube & Co. aufgewachsen. Für die Kinder und Jugendlichen mit denen ich zusammen arbeite, ist das unvorstellbar. Wie kann man denn überhaupt ohne Social Media leben? Ich werde es ausprobieren. Am Samstag fahre ich in den Urlaub und werde mich vom 20.07. bis zum 31.07.2019 komplett auf eine Social-Media-Diät setzen. Außerdem erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag, welche Auswirkungen Social-Media auf unsere Essgewohnheiten haben kann.

Social-Media-Diät- früher war´s selbstverständlich

Ich bin Baujahr 1991. Als YouTube gegründet wurde, war ich bereits 14 Jahre alt. Zwischendurch gab´s SchülerVZ. Facebook bin ich erst 2010 beigetreten. Mein erstes Handy bekam ich mit 14 Jahren, ein Sony Ericsson T610i. Mit der 0,1 Megapixel-Kamera konnte ich die ersten, völlig verschwommenen Fotos machen. Damals eine technologische Revolution für mich. Die Klingeltöne waren polyphon und Smsen kostete 19 Cent- pro SMS. Kein Wunder, dass ich den Großteil meiner Kindheit und Jugend auf dem Bolzplatz verbrachte. 

Smartphones haben alles verändert

Bevor die ersten Smartphones herauskamen, war es höchst gefährlich auf den Internet-Button zu kommen. Dann wurde es in Sekundenschnelle richtig teuer. Doch seit 2007 das erste IPhone herauskam, überschlagen sich die neuen Technologien, die darauf aufbauen. In den letzten 12 Jahren sind wir im gewissen Maße zu Cyborgs geworden.

Mal im ernst, wir haben einen Teil unseres Gehirns auf unser Smartphone ausgelagert. Bestimmte Fakten, wie z.B. Geburtstage und andere Termine merken wir uns nicht mehr, weil unser Handy uns daran erinnert. 

„Wird dieser Trend weitergehen und uns mit Technologie verknüpfen, bis eine Entkoppelung nicht mehr möglich sein wird?“

Social-Media-Diät- Warum ist das sinnvoll?

Ob eine Social-Media-Diät sinnvoll ist, soll jeder Mensch selbst entscheiden. Für mich ist es allerdings schon immer ein Thema gewesen, das ich sehr zwiespältig betrachtet habe. Neben einigen positiven Aspekten, hat übermäßige Social-Media-Aktivität erhebliche negative Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit. Eine knapp zwei-wöchige Social-Media-Diät scheint mir eine gute Idee zu sein. Ich möchte in diesem Selbstversuch ehrlich testen, wie schwer mir der Verzicht fallen wird.

Social-Media und Abhängigkeit

Social-Media hat ein enormes Suchtpotenzial. Darüber ist sich die Wissenschaft einig. Wir sollten uns immer wieder ehrlich der Frage stellen, ob wir noch auf die ständige Reizüberflutung verzichten können. Mittlerweile gibt es immer mehr Insider, ehemalige Mitarbeitende bei Facebook & CO., die mit den unschönen Wahrheiten über das Suchtpotenzial von sozialen Medien an die Öffentlichkeit gehen. Deswegen wird es Zeit für mich, eine Social-Media-Diät einzulegen. 

„Ganz ehrlich: Kannst Du für eine Woche komplett auf Social-Media verzichten?“

Social-Media-Diät- Auswirkungen auf unser Essverhalten

Werbung beeinflusst unser Verhalten. Wenn dem nicht so wäre, gäbe es sie nicht. Werbung für ungesunde Lebensmittel, sind zumindest für Kinder verboten. Doch im Internet halten sich die Konzerne nicht daran. 

Ob Social-Media das Essverhalten positiv, negativ oder gar nicht beeinflusst, hängt größtenteils davon ab, welche Profile man abonniert hat. Aber bezahlte Werbung sieht man auch dann, wenn man sie nicht freiwillig ausgewählt hat. 

Social-Media-Diät- Fazit

Ich persönlich sehe die Nutzung von Smartphone und Social-Media als großes Risiko, aber auch als große Chance. Denn Priming und Nudging liegen durch diese Medien deutlich stärker in unserer eigenen Hand als beim Einkaufen im Supermarkt oder beim Schlendern durch die Innenstadt. Durch geschickte Nutzung von Smartphone und Social-Media können wir unsere eigene, individuelle Umwelt gesünder gestalten. Das birgt ein nie da gewesenes Potenzial für uns, die Manipulationen der Nahrungsmittelindustrie abzuwehren. Wichtig ist allerdings, dass wir uns von der Technologie emanzipieren und unsere eigene Abhängigkeit von Social-Media so gering wie möglich halten. Deswegen geht´s für mich am Samstag an die Donau- auf Social-Media-Diät.
Wir sehen uns im August 🙂