Psychologie der Gesundheit Teil 1

Psychologie der Gesundheit

Als ich begann mich für das Thema Ernährung zu interessieren, hatte ich zum einen meine eigenen Ernährungsprobleme und war zum anderen fest davon überzeugt, dass umfassendes Wissen über gesunde Ernährung völlig ausreichen würde, um diese zu lösen. Im Laufe der Jahre habe ich dann mehr und mehr gelesen, gelernt und dadurch begriffen, dass die Psychologie der Gesundheit (mit-)entscheidend ist.

Auch in den ersten Semestern meines ernährungswissenschaftlichen Studiums lösten sich meine eigenen Ernährungsprobleme nicht in Luft auf, obwohl ich sehr viel Wissen über Physiologie, Anatomie, Biochemie und Lebensmittel anhäufte.

Mittlerweile habe ich meine Ernährung und mein Körpergewicht weitestgehend unter Kontrolle. Allerdings auf einer ganz anderen Ebene, als ich damals erwartet hätte…

Die Psychologie der Vererbung 

Unsere wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen sind ganz begierig darauf uns zu sagen, dass wir letztlich die Sklaven unserer Gene sind. So war es auch bei mir. Meine Mutter sagte gerne, dass wir einfach einen „Jaschinger-Bauch“ hätten und auch in meiner Verwandtschaft gab es genug Hinweise darauf, dass unsere Familie eine Prävalenz für Übergewicht und Adipositas hat. Daraus bildeten sich bei mir schon früh Glaubenssätze, die eine Gewichtszunahme rechtfertigten und begünstigten. Doch wieso bin ich heute schlank und sportlich?

Die Psychologie der Vererbung durchbrechen

Übergewicht und Adipositas stehen zweifellos mit unseren Genen und unserer Umwelt in einem engen Zusammenhang, aber letztendlich stimmt der Satz:

„Du bist was Du isst“.

Es gibt sicherlich genug Gründe dafür sich einzureden, dass man selber nicht verantwortlich ist und die Gene unserer Eltern und Großeltern uns zum Verhängnis geworden sind. Doch das ist nicht fair. Und zwar ist es dir selbst gegenüber nicht fair. Du nimmst dir damit die Gelegenheit die Richtung deines Lebens selbst zu bestimmen. Als mir diese Tatsache klar geworden ist, begann ich wirklich etwas zu verändern!

Psychologie: Veränderungen sind immer langfristig 

Seine Psychologie der Gesundheit zu verändern ist schwer und zeitintensiv, man muss sich selbst reflektieren und sein Handeln hinterfragen. Für langfristige Veränderungen musst Du an deinem eigenen Wesenskern arbeiten und mit Rückschlägen klar kommen. Das ist schmerzhaft und anstrengend und man braucht mindestens einen Menschen, dem man vertraut und der einem zuhört. Doch eins kann ich dabei versprechen: Es lohnt sich. Ich persönlich habe für mich entschieden, dass ich meine Gewohnheiten verstehen möchte. Deswegen habe ich mir jede einzelne meiner Essgewohnheiten nach und nach vorgenommen. Essen aus Langeweile, Essen aus Frust, Essen aus Freude usw. Denn nur wenn man seine Gewohnheiten und Marotten wirklich versteht, kann man beginnen seine Psychologie der Gesundheit Stück für Stück zu verändern.

Psychologie der Gesundheit bedeutet Ehrlichkeit zu sich selbst

Als meine Essprobleme noch akut waren, versuchte ich natürlich auch mich selbst zu verändern. Ich sagte zu mir:

„So, ab heute isst Du nur noch gesunde Lebensmittel!“

Damals bedeutete dies für mich Reis, Brokkoli und Hähnchen. Schon nach wenigen Tagen freute ich mich darauf mal wieder etwas Anderes zu essen und der Versuch mir selbst einzureden, ich würde keine Süßigkeiten mehr mögen ist bis heute kläglich gescheitert.

Die Psychologie der Gesundheit für sich arbeiten lassen

Früher habe ich mich und meinen Körper dafür verflucht, dass ich so gerne esse. Heute freue ich mich darüber. Ich habe Menschen kennengelernt, die aus reinem Pflichtbewusstsein essen. Wie glücklich kann ich mich schätzen, dass ich die Freuden eines leckeren Gerichtes voll und ganz auskosten kann? Sehr glücklich! Ich kann mir mein Essen aussuchen und ich kann es genießen. Außerdem kann ich mich bewegen. Bewegung macht glücklich und durch den erhöhten Energieverbrauch kann ich mehr essen. Dadurch kann ich meine Liebe zum Essen aufrechterhalten und meine Begeisterung für Sport erhöhen. So funktioniert die Psychologie der Gesundheit!

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