Lebensqualität: Erkenne dich selbst

Lebensqualität 

Seien wir doch mal ganz ehrlich. Jeder von uns hat eine oder mehrere Angewohnheiten, die er oder sie gerne ablegen würde. Meistens sind diese Gewohnheiten ungesunder Natur. Ich meine diese verführerischen Dinge, die uns ganz kurzfristig befriedigen und bei denen es uns schwer fällt, das richtige Maß zu finden. Diese Dinge tragen auf der einen Seite zu unserer Lebensqualität bei, sorgen aber im selben Atemzug für ein schlechtes Gewissen. Wie finden wir den richtigen Umgang mit den ungesunden Genüssen unseres Lebens und wie erschaffen wir ein Leben voller Qualität?

Lebensqualität und Biochemie

Wie häufig versuchen wir uns zu ändern? Wir versuchen disziplinierter zu essen, mehr Sport zu machen und ungesunde Verhaltensweisen möglichst vollständig aus unserem Leben zu verbannen. Ich kenne keinen Menschen persönlich, dem das durchgängig gelingt. Die meisten Menschen benötigen ein gewisses Maß an kurzfristiger Bedürfnisbefriedigung. Durch einen Hormonausstoß zeigt uns unser Gehirn, was wir gerne mögen. Wir mögen soziale Interaktionen, wir mögen körperliche Aktivität und wir mögen es Neues zu lernen. Klasse. Doch wir mögen es auch, unser Gehirn zwischendurch mit etwas völlig Sinnlosem zu entspannen.

Lebensqualität: Einfach mal abschalten 

Soziale Interaktionen machen Spaß und fördern unsere Lebensqualität. Wir sind soziale Tiere und gute Kommunikation sowie gruppenförderliches Verhalten sind gut für das Überleben unserer sozialen Gruppe. Was das Überleben fördert, fühlt sich subjektiv gut an. Die Natur ist einfach clever. Für gruppenförderliches Verhalten werden Hormone wie Serotonin und Oxytocin ausgeschüttet. Das erzeugt ein gutes Gefühl und dadurch legen wir dieses Verhalten zukünftig häufiger an den Tag. Auch das Lernen von neuen, für uns subjektiv wichtigen Dingen fühlt sich toll an. Genauso wie körperliche Aktivität. Doch was machen wir, wenn wir zu erschöpft sind zum bewegen und lernen und gerade keine Interaktion mit unseren Mitmenschen haben können oder wollen? Dann greifen die meisten von uns zu einer schnellen Lösung.

Lebensqualität und Dopamin

Wenn wir Zucker oder eine Mischung aus Fett und Kohlenhydraten sehr gerne essen, schüttet unser Gehirn dabei Dopamin aus. Das ist das selbe Hormon, welches ausgeschüttet wird, wenn wir rauchen, Alkohol trinken, andere Drogen nehmen, Shoppen, ein Like auf unser neues Instagram-Foto bekommen, Pornographie konsumieren oder Glücksspiel betreiben. Deswegen verstehe ich nicht, warum sich deutsche Politiker damit rühmen, dass der Anteil der jungen Menschen, die Alkohol und Nikotin konsumieren leicht zurück gegangen ist. Denn im selben Atemzug sind viele Psychologen davon überzeugt, dass Depressionsraten parallel zum Social-Media-Konsum sowie der exzessiven Nutzung des Internets rapide ansteigen(https://www.zeit.de/entdecken/2015-12/social-media-depression-facebook-twitter).

Dopamin- wir lieben es alle. Doch das Maß ist entscheidend.

Lebensqualität und Globalisierung 

Ich glaube, dass die Generation X( Ab Jahrgang 1982 geboren) die erste Generation in Westeuropa und Nordamerika war und ist, die sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen muss.  Es ist nichts schlechtes daran, wenn wir in Maßen konsumieren. Doch wir leben in einer Zeit, in der wir uns immer und überall Befriedigung verschaffen können. Amazon, Zalando, 24/7-Tankstellen, Internetzugang und unsere Smartphones stehen immer zur Verfügung. Das ist die Bürde der Globalisierung und Digitalisierung. Wie sollen wir Menschenaffen, ausgestattet mit Primatengehirnen, mit dieser Vergnügungssucht erzeugenden Situation umgehen?

Lebensqualität beim erwachsen werden

Wenn wir in die Pubertät kommen, wenden wir uns von unseren Eltern ab und unseren Altersgenossen/ Peers zu. Diese Zeit ist enorm stressig für uns. Unser Gehirn entwickelt sich intensiv und ist dadurch anfällig für externe Einflüsse. Menschen mit Süchten haben diese meist in der Pubertät entwickelt. Wenn wir in dieser Zeit den Umgang mit sozialem Stress durch gute Gepräche mit Menschen denen wir vertrauen, Kunst oder körperlicher Aktivität kompensieren ist alles gut. Doch nahezu alle Menschen der Generation X und jünger, haben in diesem Alter bereits Drogen( dazu zählen auch Alkohol und Nikotin), industriell hergestellten Zucker, Social Media, Videospiele, Pornographie o.ä. kennen- und begehren gelernt. Kompensieren wir sozialen Stress durch diese Dopamin-Trigger, verdrahtet sich dieses Verhalten als vermeintliche Lösung von sozialen Problemen fest im Gehirn. Erleben wir dann später sozialen Stress, wenden wir uns meist wieder dem Zucker, den Drogen, Social Media oder ähnlichem zu. 

Lebensqualität und Mäßigung

Ich glaube, dass es kaum Menschen, zumindest aus der Generation X und jünger gibt, die nicht mit suchtähnlichen Herausforderungen zu kämpfen haben oder hatten. Sucht leitet sich vom Wort Suche ab und in unserer säkularisierten Welt sind wir alle auf der Suche nach guten Antworten auf die großen Fragen des Lebens. Wie können wir zu einem gesunden Umgang mit den Verlockungen unserer Zeit gelangen? Wir müssen lernen zu differenzieren und uns zu mäßigen. Es ist nichts falsches daran, ab und zu ein Glas Wein zu trinken. Es ist auch nix verkehrt daran, Videospiele zu spielen und bestimmt gibt es kaum etwas Verkehrteres als im Sommer kein einziges Eis zu essen. Das Maß ist entscheidend. Oder wie Paracelsus bereits vor 450 Jahren erkannt hat:

„Nur die Dosis macht das Gift” (“Sola dosis facit venenum”).

Lebensqualität heißt Selbsterkenntnis 

Am liebsten wären wir einfach nur der Superstar in unserer eigenen kleinen Lebensgeschichte. Denn wir haben alle tolle, liebenswürdige, vielleicht sogar bewundernswerte Eigenschaften. Doch das ist nicht alles. Wir haben auch Schattenseiten, wir haben Laster und wir haben Schwächen. Diese Seiten an uns können wir nicht abspalten. Wir müssen sie akzeptieren und uns selbst immer besser kennen- und schätzen lernen. Mit all unseren Facetten. Denn je besser wir uns selbst erkennen, wertschätzen und akzeptieren, desto erfolgreicher können wir an unserer Lebensvision arbeiten und uns zu dem Menschen entwickeln, der wir tief in unserem Herzen( naja; limbischen System) sein wollen.

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