Gesunde Werbung

Die heutige Welt ist wohl verrückt geworden. Mittlerweile gibt es StartUps, die dich dafür bezahlen wenn Du von ihnen ausgewählte Werbevideos anschaust. „Das ist doch super!“ denken sich jetzt einige von euch. Doch im Kapitalismus gründet niemand ein Unternehmen ohne Gewinnabsicht. Wenn ein Unternehmen etwas verschenkt, dann selten deswegen, weil es eine altruistische Weltsicht vertritt. Viel mehr ist unsere Aufmerksamkeit heute unser wertvollstes Gut. Jeder ringt darum und das hat gute Gründe. Warum wir unsere Aufmerksamkeit auf gesunde Werbung richten sollten, enthüllt der heutige Blogbeitrag von VerumVita®.

Gesunde Werbung und Aufmerksamkeit

Um Menschen zum Kaufen zu motivieren, müssen Unternehmen zuerst die Aufmerksamkeit der potenziellen Kunden gewinnen. Da die Konkurrenz um Aufmerksamkeit immer stärker wird, müssen sich die Marketingexperten der Unternehmen immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Da durch Werbung für gesunde Ernährung in Deutschland bislang keine großen Gewinne erwartet werden, wird nach wie vor deutlich mehr Werbung für FastFood und Sonderangebote gemacht, als für Obst und Gemüse. Eine positive Ausnahme stellt eine Plakataktion einer Lebensmittelkette dar, in der mit dem Slogan „Supergeil“, gesund gestaltete Werbeplakate flächendeckend aufgehängt wurden. Zumindest in Hannover.

(Un)gesunde Werbung

Ungesunde Werbung ist nach wie vor viel verbreiteter als Marketing für gesunde Ernährung. Drei Studien von 2015, 2016 und 2018 haben herausgefunden, dass Werbung für ungesunde Lebensmittel die durchschnittliche Energieaufnahme von Kindern signifikant erhöht. Die August-Ausgabe 2018 der Ernährungsumschau thematisiert diese Zusammenhänge. Kinder nehmen nach dem Anschauen ungesunder Werbung für Snacks bis zu 30% mehr Energie zu sich, als Kinder, die diese Werbung nicht sahen. 

Gesunde Werbung vs. Adipositas

Bedenkt man, dass alleine das einmalige Anschauen von ungesunder Werbung die Energieaufnahme von Kindern um bis zu 30% erhöht, kann man nur erahnen, was langfristig mit unseren Gehirnen passiert, wenn wir tagtäglich mit den Bildern von FastFood, Süßigkeiten und anderen ungesunden Lebensmitteln konfrontiert werden. Kein Wunder, das ernährungsmitbedingte Erkrankungen wie Übergewicht, Adipositas und Diabetes Typ II in eine regelrechte Pandemie ausgeartet sind. Denkt man konsequent in diese Richtung, muss man zu folgendem Schluss kommen:

„Gesunde Ernährung hat nicht nur mit unserem Essverhalten zu tun, sondern ebenso mit unserem Verhalten außerhalb der Zeiten zur Nahrungsaufnahme.“

Gesunde Werbung fördern

Aus den obigen Betrachtungen, folgt eine weitere Erkenntnis. Wir müssen damit beginnen, unsere alltägliche Umwelt umzugestalten. Wer heute in einer Großstadt aus dem Haus geht, den Fernseher anschaltet oder sein Handy benutzt, wird dazu manipuliert mehr zu kaufen und mehr zu essen, als er oder sie es natürlicherweise tun würde. Das betrifft nicht nur die Ernährung. Einige Interventionen liegen in unserer Hand. Zum Beispiel können wir unsere Bildschirmzeiten reduzieren oder zumindest den Werbeblöcken unsere Aufmerksamkeit verweigern. Andere Interventionen können wir nur gemeinsam durchführen. Zum Beispiel unsere Innenstädte von ungesunder Werbung befreien. Dafür müssen wir unsere Aufmerksamkeit auf dieses Problem richten, statt uns davon manipulieren zu lassen. Außerdem brauchen wir den Staat als starken Helfer gegen die übermächtigen Einflussmöglichkeiten der Lebensmittelgiganten auf unser Gehirn. 

Die Forderung von VerumVita®:

„Der Gesetzgeber muss seine Bürger dabei unterstützen, gesundheitsförderlichere Entscheidungen zu treffen!“

In diesem Sinne: Danke für deine Aufmerksamkeit!

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