Gemeinsam gesünder gestalten

Gemeinsam gesünder gestalten

Unsere Umwelt besitzt einen gewaltigen Einfluss auf unser Verhalten. Besonders beim Thema „gesunde Ernährung“ kann uns das leicht zum Verhängnis werden. Denn die Interessen der Lebensmittelindustrie sind nicht unbedingt kompatibel mit unserem Interesse gesund zu essen. Deswegen setzt sich VerumVita für eine gesündere Gestaltung unserer Umwelt ein. Wir führen die Idee „Gesunde Werbung“, aus der Aktion der Bundeszentrale für Ernährung( BZfE) „Vom Wissen zum Handeln“ unter dem Titel „Gemeinsam gesünder gestalten“ weiter. Mit an Bord sind die BBS Springe und das Café Panea, um die Aktion tatkräftig zu unterstützen. Auch Du bist gefragt: Teile die Aktion auf den sozialen Medien unter dem Hasttag #gemeinsamgesündergestalten und werde Teil der gemeinsamen Gestaltung unserer gesünderen Umwelt. Weiterlesen

Gesundheitsförderliches Priming

Gesundheitsförderliches Priming

Priming= Was wir sehen, bestimmt unser Handeln

In der psychologischen und neurologischen Forschung wird zunehmend klar, welchen immensen Einfluss die Gestaltung unserer Umwelt darauf hat, was wir mögen, wollen und kaufen. Werbung für ungesunde Lebensmittel lassen uns eher ungesunde Lebensmittel kaufen und gesundheitsförderliches Priming hilft uns gesündere Alltagsentscheidungen zu treffen. Die meisten Reize sind dafür gemacht, uns mehr und ungesünder einkaufen zu lassen als wir es selber wollen. Mehr Lebensmittel, mehr Kalorien… mehr Wirtschaftswachstum. Die Resultate dieser „Logik“ werden deutlich, wenn man sich die Entwicklung von Übergewicht, Adipositas und Diabetes Typ 2 in den letzten Jahrzehnten anschaut. Die Herausforderung ist, dass Priming unterbewusst wirkt. Wir bekommen nicht mit, warum wir uns so verhalten, wie wir es tun.

Gesundheitsförderliches Priming, BZFE, BBS Springe und VerumVita® 

Sowohl die BBS Springe als auch VerumVita® finden, dass gesundheitliche Interessen vor Wirtschaftlichen stehen sollten. Inspiriert von der Aktion „Vom Wissen zum Handeln“ des BZfE wollen wir Menschen helfen, sich durch gesundheitsförderliches Priming, gesünder zu ernähren. Stellen wir uns einmal vor, unsere Augen würden nur ansprechende Werbespots und Leuchtreklamen von bunten, appetitanregenden und natürlichen Lebensmitteln sehen. Wir würden dadurch bessere Entscheidungen bei der Essensauswahl treffen, gesünder und länger leben und mehr Energie haben.

Gesundheitsförderliches Priming vs. Wirtschaftliche Interessen 

In der Realität sind wirtschaftliche Interessen für die meisten Unternehmen leider wichtiger als Gesundheitliche. Betrachten wir den Wertekanon des Kapitalismus und die psychologische Forschung wird klar, warum das so ist. Doch dieses Verhalten widerspricht dem gesunden Menschenverstand. Kurzfristiges Wirtschaftswachstum zu Lasten der Gesundheit der deutschen Bevölkerung wird langfristig negative Auswirkungen haben- auch für die deutsche Wirtschaft. Denn kranke Menschen kosten uns viel Geld, Produktivität und vor allem: Glück. Gesundheitsförderliches Priming kann uns Verbraucher dazu befähigen, gesundheitsförderlichere Entscheidungen zu treffen und damit zum guten Leben jedes Einzelnen und des Kollektivs beitragen.

Gesundheitsförderliches Priming ist nicht zu unterschätzen 

Warum Priming- insbesondere gesundheitsförderliches Priming bislang kaum öffentlich diskutiert wird, liegt am kleinen Sprachrohr, starken Gegeninteressen und der Neuartigkeit der diesbezüglichen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die Relevanz von Priming ist jedoch nicht zu unterschätzen. Wir Menschen orientieren uns von Geburt an, an den Stimuli unseres Umfelds. Wäre es anders, wäre es kaum vorstellbar, dass Menschen sowohl in einer Großstadt wie Hannover als auch im südamerikanischen Regenwald zurecht kommen. In einer Umwelt aufzuwachsen, die uns kontinuierlich dazu verführen möchte, mehr zu konsumieren als wir es benötigen, sorgt dafür, dass wir mehr konsumieren als wir benötigen. Ein simples Prinzip mit schweren Auswirkungen. Unsere Aufgabe ist es daher, unsere Umwelt mit weniger ungesunden und mehr gesundheitsförderlichen Primereizen auszustatten. 

Gesundheitsförderliches Priming braucht Politik 

Damit gesundheitsförderliches Priming sein Potenzial ausschöpfen kann, muss die Politik den Unternehmen, die unsere Umwelt gestalten, Grenzen setzen. Der Konsum von Zigaretten und Alkohol hat in den letzten Jahren abgenommen, weil der Staat die Werbung regulierte. Das selbe gilt für Werbung für ungesunde Lebensmittel. Wenn die deutsche Politik nicht nur die potentiell gesundheitsschädlichen Stimuli reguliert, sondern gesundheitsförderliches Priming fördert, könnte dies erhebliche positive Einflüsse auf unser individuelles Wohlbefinden, unsere Gesundheit und letztlich auch unseren Wohlstand haben.

Gesundheitsförderliches Priming fördern

Die politischen Interessen sind eng verzahnt mit den Interessen der Wirtschaft. So auch in der Lebensmittelwirtschaft. Doch, wie zum Beispiel die jüngsten Ereignisse im Hambacher Forst gezeigt haben, können wir Bürger mit dem Erheben unserer Stimmen und unserer Zeigefinger erheblich Einfluss nehmen. Die Politik sollte unsere Interessen vertreten und das wird sie auch tun,  wenn wir sie dazu vehement genug auffordern. Wir wissen das unsere Umwelt unser Verhalten bestimmt. Die Wirtschaft weiß es und nutzt dieses Wissen. Die Politik weiß es und schaut weg, weil sie sich nicht mit der Wirtschaft anlegen möchte. Doch es geht um unsere Gesundheit!

Gesundheitsförderliches Priming im Alltag

Bis die Politik sich dafür entscheidet Gesundheitsförderliches Priming adäquat zu fördern, dauert es vermutlich noch ein paar Jahre. Deswegen haben wir überlegt, wie wir im Hier und Jetzt einen positiven Unterschied machen können. Wie können wir euch helfen, gesundheitsförderlichere Alltagsentscheidungen zu treffen? Wir wollen zum einen ein Zeichen setzen und zeigen, wie gesundheitsförderliches Priming durch gesunde Werbung aussehen könnte und wir wollen Aufmerksamkeit generieren für dieses wichtige Thema. Außerdem wollen wir euch eine kreative Idee für den Alltag vorstellen. In Kürze erwartet dich auf VerumVita.de ein Trick, eine Art Lifehack mit der Du dein Unterbewusstsein auf dein Ziel gesund zu essen primen kannst. Sei gespannt 🙂

Nahrung als Wirtschaftsgut

Nahrung als Wirtschaftsgut

Als ich das erste mal über den Börsenhandel mit Lebensmitteln las, war ich schockiert und wollte die Wahrheit nicht akzeptieren. Doch Nahrung ist in der Wirtschaft niemals Zweck, sondern immer nur Mittel zum Zweck der Umsatz- und Gewinnsteigerung. Kant würde sagen: „Die Wirtschaft kennt keine Moral.“ Für die meisten Akteure spielt es keine Rolle, ob die Nachfrage nach biologisch angebauten Gemüsesorten oder gentechnisch verändertem Grillfleisch hoch ist. Hauptsache mit dem Trend kann Geld verdient werden. Doch was macht die Industrie, wenn die Energiezufuhr der Bevölkerung gedeckt ist?  Weiterlesen

Moralische Ernährung

Moralische Ernährung 

Begeben wir uns 100 Jahre in unserer Geschichte zurück und versuchen Ernährung aus der damaligen Perspektive zu betrachten. Der erste Weltkrieg war gerade erst vorüber und die wirtschaftliche Situation deutlich bescheidener als heute. Außer-Haus-Verpflegung war völlig anders definiert, regional/saisonal war selbstverständlich und Fleisch war zu teuer um es täglich zu konsumieren. Essen hatte wenig mit Moral zu tun, sondern diente als Energielieferant für körperlich zehrende Aufgaben, z.B. in der Landwirtschaft, Industrie oder beim Militär. Betrachtet man die Dinge aus dieser Perspektive, ist es erstaunlich, wie sich die Angebotsstruktur für Lebensmittel verändert hat. Mittlerweile stellt sich eine neue Frage: Was ist moralische Ernährung? Weiterlesen

Ernährungskompetenz fördern

Ernährungskompetenz fördern

Die Ernährungswissenschaften sind ein interessantes Fachgebiet. Die Menge an potentiell relevantem Fachwissen wächst auch hier exponentiell- wie auf allen Wissenschaftsgebieten. Gesundheitsförderliches Ernährungswissen ist zweifellos wichtig, aber richtig spannend wird Essen erst durch die menschlichen Emotionen- Vom Wissen zum handeln. Wir Ernährungsberater sprechen dann von „Ernährungskompetenz“. Ernährungskompetenz ist die Verschmelzung von (relevantem) Wissen mit den individuellen Voraussetzungen und Fähigkeiten, derer es bedarf um den eigenen Alltag gesund zu gestalten.  Weiterlesen

Wildbeuter oder Bauer?

Wildbeuter oder Bauer?

Vom Wildbeuter zum Bauern

Im Moment lese ich das Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ von Yuval Noah Harari, einer meiner Lieblingsautoren. Er hat sehr interessante Blickwinkel und eine unvergleichliche Klarheit in seinem Denken. Durch seine Fähigkeiten ist mir heute selbst etwas klar geworden. Ein Aha- Moment. Mit den Gedanken zu diesem Aha-Moment beschäftigt sich der heutige Beitrag „Vom Wildbeuter zum Bauern“. Mit einem Fokus auf neue Blickwinkel auf unsere Vergangenheit, unser heutiges Leben und wie wir eine Zukunft erschaffen können, in der wir kollektiv glücklich und gesund leben. Weiterlesen

Klimabilanz- unser Beitrag

Klimabilanz- unser Beitrag

Teil 1: Der Status Quo

Die Aussichten zum Thema Klimabilanz werden immer düsterer und betreffen uns alle. Wenn wir weiter zulassen, dass die globalen Treibhausgasemissionen ansteigen, werden die Temperaturen weltweit in die Höhe schnellen. Steigen die Temperaturen weiter an, werden die Polkappen immer schneller schmelzen, die Meeresspiegel immer höher steigen und die Wüstenbildung immer schneller voranschreiten. Die Folgen werden unübersichtlich werden. Fest steht jedoch, dass der Lebensraum des Homo Sapiens auf dem Planet Erde wahrscheinlich immer kleiner werden wird. Ob Elon Musk uns bis dahin auf den Mars übersiedeln lassen hat, wage ich zu bezweifeln. Weiterlesen

Ernährungsberater unseres Lebens

Ernährungsberater unseres Lebens

Wenn Menschen des 21. Jahrhunderts versuchen ihr Essverhalten zu verändern, gehen sie häufig nicht zum Ernährungsberater. Stattdessen behandeln sie sich selbst meist wie Arbeiter im Industriezeitalter. Das ist nicht verwunderlich. Sind doch unsere Arbeitsstrukturen und sozialen Systeme genauso konstruiert. Soll etwas erreicht werden, wird Druck ausgeübt und die davon betroffenen Individuen in die vorgegebenen Muster gepresst. Genauso aussichtslos wie das Festhalten an diesen sozialen Strukturen ist der oben beschriebene, harte Umgang mit dir und deinem eigenen Körper. Wie Du dich und dein eigenes Essverhalten besser verstehen und dadurch verändern kannst, zeige ich dir im heutigen Blogbeitrag:

Ernährungsberater in der Kindheit

Schauen wir doch mal genauer hin: Optimalerweise beginnen wir die ersten vier bis sechs Monate unseres Lebens mit Muttermilch als einziger Nahrungsquelle. Danach kommen nach und nach  andere Lebensmittel hinzu. In den ersten Lebensjahren haben wir dann viele Gelegenheiten uns das Essverhalten von unseren Eltern und/oder anderen Bezugspersonen abzuschauen und anzueignen. Unsere ersten Ernährungsberater sind also meist unsere Eltern. Daraus ergibt sich bereits bis zur Pubertät ein vielfältiges, differenziertes und sehr spezifisches Essverhalten. Abhängig von den eigenen Erfahrungen und Vorbildern.

„Das was wir zu Hause kennenlernen wird als normal wahrgenommen- gerade beim Essen“

Ernährungsberater in der Pubertät 

In der Pubertät entwickeln sich dann weitere Essgewohnheiten. Andere werden vorübergehend oder für immer abgelegt. Die Werte der Eltern werden in Frage gestellt und häufig essen wir so, wie es unseren Eltern am stärksten missfällt. Neben dieser Abgrenzung von den Essgewohnheiten unserer Eltern finden einige Jugendliche in dieser Phase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, vermeintlichen Halt im Essen. Wenn Essen dann in bestimmten Situationen emotionale Erleichterung verschafft, kann daraus eine Abhängigkeit entstehen.

„Leider fungieren in der Pubertät meist das Marketing von FastFood-Ketten und neuerdings auch sogenannte Influencer in den sozialen Medien als Ernährungsberater der Jugendlichen“

Ernährungsberater nach der Pubertät 

Wenn wir beginnen erwachsen zu werden und die Pickel der Pubertät abklingen, kommt es meist zum Auszug aus dem elterlichen Haushalt. Dann kommt es zu einer weiteren spannenden Phase. Aus den Erfahrungen und den Vorbildern aus Kindheit und Pubertät entsteht ein individuelles Essverhalten und die dazugehörigen Gewohnheiten. Dann entscheidet sich z.B. wie regelmäßig ein Mensch frisch kocht, FastFood konsumiert oder Fertigessen wählt. Was wir unseren Kindern schon früh als das richtige Essverhalten mit auf den Weg geben, ist somit mitentscheidend für die Entscheidungen, die er oder sie nun bezüglich seines/ ihres Essverhaltens trifft, welche Gewohnheiten sich herausbilden und welchen Wert er oder sie einem gesunden Essverhalten beimisst.

Ernährungsberater im Berufsleben 

Neben den Gewohnheiten aus Kindheit, Pubertät und dem ersten Alleine-Wohnen gibt es im Berufsleben der meisten Mitteleuropäer einen weiteren entscheidenden Ernährungsberater. Die Zeit. Zeit ist das häufigste Argument, warum Menschen meinen nicht gesund essen und leben zu können. Doch wie gut ist dieses Argument? 

Der Dalai Lama wurde gefragt, was ihn am meisten überrascht; er sagte: „Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wieder zu erlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt; das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“

Die Frage die Du dir stellen solltest ist, ob Du diese Art von Mensch sein möchtest oder ob Du versuchen willst ein gesundes Leben im Einklang mit dir selbst zu führen.

Mehr dazu: https://www.verumvita.de

Alles Bio oder was?!

Alles Bio oder was?!

Noch vor 15 Jahren war „Bio“ für mich in erster Linie Unterrichtsfach und vereinzelt hörte ich von der Lebensmittel-Qualität von Demeter. Das aber nur, weil meine Mutter regelmäßig auf dem Wochenmarkt einkaufen ging. Heute hat sich das Wort in meinem Verständnis völlig verändert. Bio ist zur Eigenmarke geworden. Wie Apple oder Nike. Wer heute Umweltbewusstsein und gesunde Ernährung befürwortet, kauft Lebensmittel mit Bio-Siegel. Doch wieviel bedeutet die Bezeichnung heute noch? Und welche Qualitätsstufen lassen sich voneinander unterscheiden? Weiterlesen

Versteckter Zucker

Versteckter Zucker

Die Empfehlungen zur Zufuhr von freiem Zucker* beträgt je nachdem, ob man von der WHO- oder DGE-Position ausgeht, zwischen 5-10% der Gesamtenergiezufuhr. Die Gründe für diese empfohlene Begrenzung sind vielfältig, Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 und Karies drohen den sündigen Schleckermäulern. Das Problem mit diesen Erkrankungen, insbesondere der drei Erstgenannten, sind durch das Phänomen „versteckter Zucker“ in den letzten Jahren sehr akut geworden.  Weiterlesen