Weltkindertag 2018 mit VerumVita®

Weltkindertag 2018 mit VerumVita®

Morgen ist es soweit. Endlich findet der langersehnte 38. Weltkindertag am Maschsee statt. Der Veranstalter gab am Wochenende bekannt, dass es bereits über 5000 Voranmeldungen gibt. Wir hoffen aber noch auf weit mehr Schülerinnen und Schüler aus Hannover und Umgebung, die kurzfristig vorbeischauen um sich von den Angeboten an den über 70 Ständen von Hannover 96, Sportbund Hannover, VerumVita® und vielen mehr begeistern und inspirieren zu lassen. Also kommt vorbei und lasst uns gemeinsam die Marke von 6000 Besucher vom Weltkindertag 2017 knacken. Wir freuen uns auf euch!

Weltkindertag in Hannover

Seit 1980 lädt der Weltkindertag in Hannover unter dem Motto:

„Wir wandern für den andern“

ein. Jährlich zum 20.09. versammeln sich am Maschsee Schulklassen, Vereine wie Hannover 96 und Unternehmen wie VerumVita® um sich für das Wohl und die Rechte von Kindern stark zu machen. Im Vorlauf sammeln die teilnehmenden Schulklassen Spendengelder um soziale Projekte in Hannover und weltweit zu unterstützen. Eine tolle Initiative! 

Weltkindertag in Hannover 2018

Im Jahr 2018 hoffen wir auf mehr als 6000 begeisterte Besucher und über 70 Standbetreiber, die den 38. Weltkindertag am Maschsee zu einem ganz besonderen Event machen wollen. Das diesjährige Motto ist:

„Toleranz- Es ist okay anders zu sein!“

Ein Aufruf zu mehr Fairness und Gleichberechtigung. Der Schirmherr der Veranstaltung ist Hannover 96- Cheftrainer André Breitenreiter. Die IGS Roderbruch ist Partnerschule des diesjährigen Weltkindertags und die Schüler haben sich gemeinsam mit den Veranstaltern viele tolle Aktionen ausgedacht.

VerumVita® auf dem Weltkindertag

Neben renommierten Vereinen und Unternehmen wie Hannover 96 und dem Sportbund Hannover ist das junge Unternehmen VerumVita® diesjährig das erste Mal am Maschsee in Hannover vertreten. Wir wollen den jungen Besuchern das Thema „Gesunde Ernährung“ schmackhaft machen. Dafür haben wir eine großartige Gewinnaktion mit Glücksrad geplant und eine überlebensgroße Ernährungspyramide aus Holz aufgebaut. Komm vorbei und erlebe gesundes Essen zum Anfassen und Ausprobieren.

Das war der Weltkindertag 2017: https://www.youtube.com/watch?time_continue=324&v=LfMDRGp7l_0

Mehr zu den Angeboten von VerumVita®: https://www.verumvita.de/leistungen/

Wir freuen uns auf euch!

5 Fakten zum Frühstück

5 Fakten zum Frühstück

Wie wichtig ist das Frühstück?

„Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!“ Diesen Satz hast Du vermutlich schon einmal gehört. Ist Frühstücken wirklich so wichtig? Heute erfährst Du in meinem Blog fünf Fakten zum Thema „Die erste Mahlzeit des Tages“. Damit möchte ich etwas Licht auf die dogmatischen Einstellungen zum Frühstücken und Essen an sich werfen und mit dir erforschen, woher diese Dogmen eigentlich stammen.

Fakt 1: Frühstück direkt nach dem Aufstehen 

Vielleicht gehörtest Du bis heute zu den Menschen, die der Meinung sind, dass wir uns direkt nach dem Aufstehen mit ausreichend Nährstoffen versorgen sollten um kraftvoll und energiegeladen in den Tag starten zu können. Das ist nicht notwendig! Es hat einige potentielle Vorteile dein Frühstück hinaus zu zögern. Unser Körper ist gut dazu in der Lage, 16 Stunden und länger auf Energielieferanten zu verzichten. Die aktuelle Ernährungswissenschaft erkennt sogar eine Menge gesundheitlicher Vorteile im System des „intermittierenden Fastens“( Ein aufschlussreiches Interview mit Prof. Dr. Markant gibt es hier: https://www.fh-muenster.de/oecotrophologie-facility-management/aktuelles/intervallfasten.php).

Fakt 2: Kein Frühstück is(s)t mehr

Zwischen der letzten Mahlzeit des Einen und der ersten des nächsten Tages eine längere Pause einzulegen hat noch einen entscheidenden Vorteil: Du kannst dich richtig satt essen. Bei 16-stündiger Nahrungskarenz kannst Du während den verbleibenden acht Stunden ordentlich schlemmen. Ich persönlich hasse es, mit dem Essen aufzuhören bevor ich satt bin. Das ist für mich aber die Alternative wenn ich nicht auf Frühstück oder Abendbrot verzichten möchte. Also esse ich meistens von ca. 12-20 Uhr und zögere meine erste Mahlzeit bewusst heraus. 

Fakt 3: Besser kein Frühstück als eine Kleinigkeit 

Vielleicht warst Du bisher so von der Wichtigkeit des Frühstücks überzeugt, dass Du bei Zeitmangel morgens noch eine Kleinigkeit runtergeschlungen hast. Davon möchte ich dir absolut abraten! Denn wenn wir etwas zu uns nehmen, was auch nur kleine Mengen( insbesondere kurzkettige) Kohlenhydrate enthält, steigt kurz darauf unser Blutzuckerspiegel und zeitlich leicht versetzt unser Insulinspiegel an. Dafür reicht mitunter schon die Milch im Kaffee. Fallen der Blutzucker- und Insulinspiegel danach wieder ab, bekommst Du richtig Hunger. Gerade nach einer zuckerhaltigen Mahlzeit fühlt sich das dann an wie ein Loch im Magen. Also lieber bis zur ersten wirklichen Mahlzeit vollständig auf Nahrung verzichten. Wasser, Tee und schwarzer Kaffee sind weiterhin erlaubt.

Fakt 4: Frühstück muss Kohlenhydrate enthalten

Mit Frühstück meine ich hier die erste Mahlzeit des Tages. Die kann auch um 12 Uhr mittags oder später sein. Eine gesunde erste Mahlzeit in Kombination mit längeren Fastenzeiten über Nacht enthält langkettige Kohlenhydrate. Also Haferflocken oder Brot, aber auch Nudeln, Reis etc. sind als Bestandteil der ersten Mahlzeit des Tages geeignet. Am besten als Vollkornvariante. Die weiteren sechs Lebensmittelgruppen, nach den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung( DGE), sollten natürlich trotz des Intervallfastens fester Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein.

Fakt 5: Frühstück mit Zeit und Genuss

Dieser Fakt sollte eigentlich selbstverständlich sein und gilt für jede eingenommene Mahlzeit. Egal ob Frühstück oder nicht. Erfreue dich an deinem Essen mit Zeit und Genuss. Sei dankbar für das Privileg dich sattessen zu können. Ein wertschätzender, dankbarer Charakter ist deine vielleicht wichtigste Ressource für langfristige körperliche und geistige Gesundheit! 

Mehr zum Thema „Achtsamkeit beim Essen“: https://www.verumvita.de/die-meditative-ernaehrungsweise/

Nächste Doppelstunde: Glück!

Nächste Doppelstunde: Glück!

Ich erinnere mich gerne an die Schulzeit zurück. Zwar nicht in erster Linie wegen des Unterrichts, aber was soll‘s. Mein Abitur liegt mittlerweile sieben Jahre zurück. Abitur nach Klasse 13. 14 Jahre Schulzeit waren es bei mir( die neunte Klasse habe ich wiederholt) und ich habe in dieser Zeit einiges gelernt. Als ich jedoch im Oktober 2011 nach Kiel zog um dort Ökotrophologie zu studieren, merkte ich schnell, dass meine Fähigkeiten zur gesunden und glücklichen Lebensführung noch ausbaufähig waren. Heute stelle ich mir die Frage, ob die Institution Schule das Potential besitzt uns besser auf das Leben außerhalb unseres Elternhauses vorzubereiten und uns mehr Chancen auf Glück im Leben zu bescheren, als sie es in meiner Schulzeit tat.  Weiterlesen

Versteckter Hunger

Verborgener Hunger

Verborgener Hunger

Wenn Menschen keine ausreichenden Mengen an energiereicher Nahrung zur Verfügung stehen, wird das recht schnell deutlich. Sie nehmen ab, werden dürr, das Gesicht fällt ein. Auch ohne medizinische Diagnose sagt uns unser gesunder Menschenverstand: „Diese Person ist mangelernährt!“ Schwerer fällt uns diese Feststellung wenn unser Gegenüber normalgewichtig, übergewichtig oder sogar adipös erscheint. Fast zwei Milliarden! Menschen auf unserer Erde leiden unter einem Mangel an Mikronährstoffen. Dieses globale Problem wird  „Verborgener Hunger“ genannt. Was dieses Problem bedeutet und wie wir uns selbst sowie unsere Kinder vor dem Verborgenen Hunger schützen können, erkläre ich im heutigen Blogbeitrag. Viel Spaß beim Lesen 🙂 Weiterlesen

Gesunde Kinderernährung

Gesunde Kinderernährung

Kinderernährung

Sobald Kinder ihr erstes Lebensjahr vollendet haben, sollte der Übergang zur Familienernährung weitestgehend erfolgt sein. Die meisten Eltern sind sich der Wichtigkeit der richtigen Kinderernährung für Babys  bewusst. Die meisten Mütter verzichten in der Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkohol, bestimmte Käsesorten und meiden (größere Mengen) Koffein. Doch die Achtsamkeit vieler Eltern im Bezug auf ihre eigene Ernährung, sobald das eigene Kind abgestillt ist, lässt häufig zu wünschen übrig. Doch gerade dann sind sie wichtige Vorbilder… Weiterlesen

Weltkindertag 2018

Weltkindertag 2018

Unter dem nationalen Motto: „Kinder brauchen Freiräume“ und dem lokalen Motto in Hannover: „Wir wandern für den Andern“ findet der diesjährige Weltkindertag rund um den Maschsee in Hannover statt. Und VerumVita® ist natürlich mit dabei! An unserem Stand werden wir den Kindergartengruppen, Schulklassen und allen anderen Besuchern gesunde Ernährung näher bringen und dieses Thema mit möglichst viel Spaß und Unterhaltung verbinden. Der Weltkindertag 2018 wird mit Sicherheit ein toller Event und heute möchte ich dich im Namen der Organisatoren herzlich einladen mit dabei zu sein. Save the Date: 20.09.2018, von 9:00 bis 13:30 Uhr! Weiterlesen

Selbstwirksamkeitserwartung

Selbstwirksamkeitserwartung

Letzte Woche habe ich mit dir das Konzept der Salutogenese( Salus=Gesundheit/ Wohlbefinden; Genese= Entstehung) geteilt. Heute möchte ich dir die Idee der Selbstwirksamkeitserwartung näher bringen. Salutogenese und Selbstwirksamkeitserwartung sind eng miteinander verbunden. In meinen Augen ist die Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung eines Klienten der wesentliche Bestandteil des langfristigen Behandlungserfolgs einer Ernährungsberatung. Mehr dazu und drei Tipps mit denen Du deine Selbstwirksamkeitserwartung steigern kannst, gibt´s im heutigen Blogbeitrag 🙂 Weiterlesen

Salutogenese- Die Kunst gesund zu bleiben

Salutogenese- die Kunst gesund zu bleiben

Salutogenese- Wie man gesund bleibt

Warum bleiben manche Menschen trotz, objektiv gesehen, schwierigen Lebenssituationen und ungesundem Lebensstil gesund? Diese Frage stellte sich Aaron Antonovsky, der Begründer der Salutogenese bereits früh in seinem Leben. Er beobachtete erstaunt, dass 29% der Mitglieder einer Untersuchungsgruppe von im KZ inhaftierten Frauen, 20-30 Jahre nach ihrer Befreiung von ihren seelischen und körperlichen Qualen als gesund eingestuft werden konnten( Kontrollgruppe 51%). Antonovsky widmete sich der Frage, warum ein Teil dieser Frauen schwere körperliche und seelische Schäden wegstecken konnte. Was unterschied diese gesunden Frauen von ihren Mitgefangenen? Weiterlesen

Ernährungsberater unseres Lebens

Ernährungsberater unseres Lebens

Wenn Menschen des 21. Jahrhunderts versuchen ihr Essverhalten zu verändern, gehen sie häufig nicht zum Ernährungsberater. Stattdessen behandeln sie sich selbst meist wie Arbeiter im Industriezeitalter. Das ist nicht verwunderlich. Sind doch unsere Arbeitsstrukturen und sozialen Systeme genauso konstruiert. Soll etwas erreicht werden, wird Druck ausgeübt und die davon betroffenen Individuen in die vorgegebenen Muster gepresst. Genauso aussichtslos wie das Festhalten an diesen sozialen Strukturen ist der oben beschriebene, harte Umgang mit dir und deinem eigenen Körper. Wie Du dich und dein eigenes Essverhalten besser verstehen und dadurch verändern kannst, zeige ich dir im heutigen Blogbeitrag:

Ernährungsberater in der Kindheit

Schauen wir doch mal genauer hin: Optimalerweise beginnen wir die ersten vier bis sechs Monate unseres Lebens mit Muttermilch als einziger Nahrungsquelle. Danach kommen nach und nach  andere Lebensmittel hinzu. In den ersten Lebensjahren haben wir dann viele Gelegenheiten uns das Essverhalten von unseren Eltern und/oder anderen Bezugspersonen abzuschauen und anzueignen. Unsere ersten Ernährungsberater sind also meist unsere Eltern. Daraus ergibt sich bereits bis zur Pubertät ein vielfältiges, differenziertes und sehr spezifisches Essverhalten. Abhängig von den eigenen Erfahrungen und Vorbildern.

„Das was wir zu Hause kennenlernen wird als normal wahrgenommen- gerade beim Essen“

Ernährungsberater in der Pubertät 

In der Pubertät entwickeln sich dann weitere Essgewohnheiten. Andere werden vorübergehend oder für immer abgelegt. Die Werte der Eltern werden in Frage gestellt und häufig essen wir so, wie es unseren Eltern am stärksten missfällt. Neben dieser Abgrenzung von den Essgewohnheiten unserer Eltern finden einige Jugendliche in dieser Phase zwischen Kindheit und Erwachsenenalter, vermeintlichen Halt im Essen. Wenn Essen dann in bestimmten Situationen emotionale Erleichterung verschafft, kann daraus eine Abhängigkeit entstehen.

„Leider fungieren in der Pubertät meist das Marketing von FastFood-Ketten und neuerdings auch sogenannte Influencer in den sozialen Medien als Ernährungsberater der Jugendlichen“

Ernährungsberater nach der Pubertät 

Wenn wir beginnen erwachsen zu werden und die Pickel der Pubertät abklingen, kommt es meist zum Auszug aus dem elterlichen Haushalt. Dann kommt es zu einer weiteren spannenden Phase. Aus den Erfahrungen und den Vorbildern aus Kindheit und Pubertät entsteht ein individuelles Essverhalten und die dazugehörigen Gewohnheiten. Dann entscheidet sich z.B. wie regelmäßig ein Mensch frisch kocht, FastFood konsumiert oder Fertigessen wählt. Was wir unseren Kindern schon früh als das richtige Essverhalten mit auf den Weg geben, ist somit mitentscheidend für die Entscheidungen, die er oder sie nun bezüglich seines/ ihres Essverhaltens trifft, welche Gewohnheiten sich herausbilden und welchen Wert er oder sie einem gesunden Essverhalten beimisst.

Ernährungsberater im Berufsleben 

Neben den Gewohnheiten aus Kindheit, Pubertät und dem ersten Alleine-Wohnen gibt es im Berufsleben der meisten Mitteleuropäer einen weiteren entscheidenden Ernährungsberater. Die Zeit. Zeit ist das häufigste Argument, warum Menschen meinen nicht gesund essen und leben zu können. Doch wie gut ist dieses Argument? 

Der Dalai Lama wurde gefragt, was ihn am meisten überrascht; er sagte: „Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wieder zu erlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt; das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“

Die Frage die Du dir stellen solltest ist, ob Du diese Art von Mensch sein möchtest oder ob Du versuchen willst ein gesundes Leben im Einklang mit dir selbst zu führen.

Mehr dazu: https://www.verumvita.de

All you can eat- Ess-Erfahrungen

All you can eat – Ess-Erfahrungen

Warum manche Menschen essen können was sie wollen

Es gibt zwei Extreme des essenden Menschen. Die einen wachen morgens auf und freuen sich aufs Frühstück, die anderen haben keinen Appetit. Menschen des ersten Typs vergessen ihre Pflichten während des Essens, Menschen des zweiten Typs vergessen zu essen während ihrer Pflichten. Die einen haben das Gefühl zuzunehmen wenn sie Schokolade nur angucken, die anderen können scheinbar schlemmen was und wieviel sie wollen. Was das alles mit unseren Ess-Erfahrungen zu tun hat, versuche ich im heutigen Blogbeitrag herauszuarbeiten.

Ess-Erfahrungen 

Wie ich immer wieder betone, ist Essen kein rationaler Akt. Wir machen im Laufe unseres Lebens- und besonders in unserer Kindheit einschneidende Ess-Erfahrungen. Diese prägen unsere inneren Bilder von uns und unserer Welt in der wir leben. Dabei wachsen die einen in Familien auf, in denen Essen etwas Funktionales ist, während andere von ihrem ersten Tag an mit Vorbildern konfrontiert sind, die Nahrung als Genussmittel ansehen. Diese Unterschiede prägen das Gesamtbild, welches sich das aufwachsende Kind vom Essen macht. 

Ess-Erfahrungen als innere Bilder

Um beurteilen zu können welche Auswirkungen diese frühkindlichen Erfahrungen auf das weitere Leben haben, schauen wir mal genauer hin. Wie groß sind wohl die Unterschiede innerhalb der inneren Bilder eines Kindes, je nachdem ob die Bezugsperson beim Füttern ein genüssliches Gesicht zieht und zeitweise selbst nascht oder ob sie sich insgeheim vor dem Babybrei ekelt?  Wie wirkt es sich auf dessen innere Bilder aus, wenn ein kleines Kind mitbekommt, wie die Eltern mit Freunden und Verwandten am Essenstisch scherzen, lachen und genüsslich schlemmen? Oder mitbekommt, wie mit übermäßiger Nahrungsaufnahme Emotionen reguliert oder unterdrückt werden?

Ess-Erfahrungen: Alleine Essen

Es gibt Kinder, die alleine essen mussten wenn es Stress zu Hause gab oder weil ihre Eltern keine Zeit für sie hatten. Diese Kinder empfinden die Nahrungsaufnahme dann entweder als einzigen Trost für ihre Einsamkeit und das Gefühl nicht gewollt zu werden. Das führt dann nicht selten zu Adipositas. Oder sie entwickeln eine so starke Abneigung gegen ihre Einsamkeit, dass sie ausschließlich in Gesellschaft anderer Menschen essen und genießen können. Dieselbe Ess-Erfahrung kann also zu zwei unterschiedlichen Extremen im Essverhalten führen.

Ess-Erfahrungen: Gemeinsam Essen

Wenn jetzt jemand wie ich, der unheimlich gerne isst, mit einem Menschen Zeit verbringt, der nicht alleine essen kann und mag, dann wirkt es oft so, als könne mein Gegenüber zu sich nehmen was er/sie möchte ohne dick zu werden. Das stimmt zwar nicht, weil, wenn dieser Mensch auch alleine solch ein Essverhalten an den Tag legen würde, er mit Sicherheit dick wäre. Für uns Genuss-Esser sind solche Ess-Erfahrungen natürlich eine tolle Ausrede:

„Wir können halt nix dafür, gucke mal der da, der kann essen was er möchte. Wenn ich solche Gene hätte, wäre ich auch schlank.“ 

Essen und Gene

Allen Skeptikern sei gesagt, dass natürlich auch die Gene eine Rolle dabei spielen, ob wir schnell zunehmen oder nicht. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass wir unsere Gene bei der Entwicklung von Adipositas überschätzen. Letztendlich sind die Fähigkeiten, große Mengen Fett in unserem Körper zu speichern und mehr essen zu können als wir zur Sättigung bräuchten, eine Grundvoraussetzungen dafür, dass unsere Vorfahren ihre Gene bis zu unserer Generation weitergeben konnten. Das heißt wir müssten eigentlich alle adipös sein. Wenn man Prof. Dr. Anja Hilbert fragt welchen Anteil die Genetik bei der Entwicklung von Übergewicht und Adipositas ausmacht, liegt die Antwort bei „30-70%“. Eine große Spannbreite wie ich finde. Ein spannendes, vertiefendes und aktuelles Interview mit Prof. Dr. Anja Hilbert zu dem Thema könnt ihr hier lesen: https://www.uni-leipzig.de/service/kommunikation/medienredaktion/nachrichten.html?ifab_modus=detail&ifab_id=7730

Beim Essen genau hinschauen 

Wie ich heute versucht habe zu zeigen, sind die individuellen Ess-Erfahrungen die wir in unserem Leben machen entscheidend für unser Essverhalten. Dabei ist das Essen in Gemeinschaften etwas archaisches, das ganz klar von der Nahrungsaufnahme in Einsamkeit abzugrenzen ist. Essen in Einsamkeit ist meines Erachtens ein Produkt der Moderne und des Kapitalismus. So haben Studien gezeigt, dass gemeinsames Abendbrot in Familien Adipositas vorbeugt. Woran das genau liegt, wird die Zukunft zeigen. Entscheidend ist jedoch, dass wir besser hinschauen und damit Nahrungsaufnahme, Übergewicht und Adipositas anders einordnen und entmystifizieren können und sollten. 

Und letztlich sollten wir dankbar dafür sein, genug Nahrung zur Verfügung zu haben und diese genießen zu können.

Mehr zum Thema Ess-Erfahrungen lest ihr hier: https://www.verumvita.de/ueber-uns/#

Danke für deine Aufmerksamkeit und einen schönen Mittwoch Abend 🙂