Warum „fettarm“ funktioniert

Letzte Woche bin ich darauf eingegangen, warum „low-carb“ funktioniert. Ich habe auch angedeutet, dass es mehrere Wege zum Ziel „Gewichtsabnahme“ gibt. Grundsätzlich muss eine negative Energiebilanz vorherrschen, sonst sind alle Bemühungen umsonst. Die mit großem Abstand energiereichste Nährstoffgruppe sind die „Fette“. Daher liegt es auf der Hand, dass man Energie durch Reduktion der Fettmenge in der Ernährung einsparen kann.

Aussagen zu Fett

Immer wieder hört man Aussagen über die negativen gesundheitlichen Auswirkungen von gesättigten Fettsäuren. Diese sind auch keineswegs falsch. Die negativen Resultate hängen allerdings mit der Menge und nicht mit dem generellen Verzehr von gesättigten Fettsäuren zusammen. Dagegen hört man auch, dass Nüsse sowie Fisch und deren mehrfach ungesättigte Fettsäuren(Omega-3-Fettsäuren) sehr gesund seien. Auch diese Aussage ist absolut richtig. Allerdings kommt es wiederum auf die Mengenverhältnisse an. Problematisch sind also nicht die Art der Fettsäuren, sondern die Anteile. In unserer Gesellschaft nehmen wir durchschnittlich zu viel gesättigte und zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf. Daher kommen auch die Ernährungsempfehlungen diesbezüglich.

Fett ist nicht gleich Fett- oder doch?

Neben den gesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, gibt es auch noch die einfach ungesättigten Fettsäuren. Wir sollten diese drei unterschiedlichen Gruppen zu gleichen Anteilen Teilen in unserer Ernährung haben. Das ist gesund, so die Wissenschaft.
Bei dieser detaillierten Betrachtung bleibt aber ein ganz wichtiger Punkt auf der Strecke: Alle drei Arten von Fettsäuren sind sehr energiereich. 9 Kilokalorien kann unser Körper aus jedem Gramm Fett an Energie gewinnen. Bei Kohlenhydraten und Eiweiß sind es dagegen nur jeweils vier Kalorien.

Fett ist gleich Fett

Unter dem Gesichtspunkt der Energie ist es egal welche Fettsäuren wir aufnehmen. Die Gesamtmenge zählt. Daraus resultiert, dass wir mit der Reduktion von 50 Gramm Fett am Tag bereits knapp 500 Kilokalorien einsparen können. Ein Kaloriendefizit von 3500 Kilokalorien die Woche macht bereits 500 Gramm Körperfett aus. Ob diese Einsparung nun aus gesättigten-, einfach-, oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren stammt, ist egal.

Fett ist gleich Kohlenhydrate-hä?

Um Abzunehmen ist es also egal, auf welche Art und Weise wir Energie einsparen. Ob low-carb oder fettarm, Kaloriendefizit ist das Zauberwort. Außerdem lebt man nicht zwangsweise gesund, nur weil man große Mengen Fisch und Nüsse isst. Ich empfinde es als sehr wichtig, dass man versucht die Hintergründe bestimmter Diätvorschriften zu verstehen. Als Grundgerüst fungiert das Kaloriendefizit- also eine negative Energiebilanz. Immer. Bei jeder Diät, die funktioniert.

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